Unsere Mobilität 2025
Ende 2013 haben wir unser Auto verkauft. Seitdem blogge ich jedes Jahr eine kleine Mobilitätsbilanz. Die Auswertungen beziehen sich dabei nur auf den Fernbereich. Innerhalb Münchens waren wir schon mit eigenem Auto und danach sowieso fast nur mit ÖPNV, Rad oder zu Fuß unterwegs. So war es 2025.
Wieviel gefahren?
Im letzten Jahr sind wir im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich mehr unterwegs gewesen. Statt den durchschnittlichen 12.000 Kilometern waren es knapp 15.000 Kilometer.
Das lag daran, dass ich öfter in meine alte Heimat fahren musste und dafür ausgiebig das Deutschlandticket genutzt habe.
Insgesamt haben wir prozentual wieder öfter das Car-Sharing-Auto genutzt. Die Werte verschieben sich hier jedes Jahr mal zu Gunsten von Bahn, mal zu Gunsten des Autos. Es hängt normalerweise davon ab, wo und wie wir unseren großen Urlaub verbringen. 2025 waren wir mit Car-Sharing auf Korsika und haben entsprechend Kilometer gesammelt.
Was kostet das?
Ich rechne jedes Jahr die fiktiven Kosten eines eigenen Autos (basierend auf unserem letzten eigenen PKW, der ADAC hat z.B. hier eine allgemeinere Übersicht) gegen unsere tatsächlichen Mobilitätskosten. Im Vergleich zum Jahr 2014 habe ich diese fiktiven Kosten für 2025 mal ein bisschen inflationsbereinigt. Die fiktiven Kosten setzen sich wie folgt zusammen:
Daraus ergeben sich die folgenden Kilometerpreise zu den einzelnen Verkehrsmitteln. Fernbus ist ungeschlagen günstig, bei der Bahn zahlen wir zwar seit ein paar Jahren für die Kinder den vollen Preis, profitieren aber vor allem bei länger im Voraus geplanten Urlaubsfahrten (Amsterdam, Venedig) von günstigen Sparpreisen.
Und daraus ergibt sich dann meine jährliche Lieblingsgrafik. Wir sparen Geld im Vergleich dazu, wenn wir diese 15.000 Kilometer nur mit dem eigenen PKW zurückgelegt hätten.
Deutschlandticket FTW
Meine Frau und Ich habe das große Glück, dass unser Arbeitgeber einen großen Anteil am Deutschlandticket übernimmt, was die Kosten dafür fast auf Null minimiert. Das hat der Arbeitgeber auch schon vor dem Deutschlandticket gemacht, aber da war es nur das Jobticket München (was ungefähr genauso viel gekostet hat). Für mich war das 2025 zum ersten Mal ein echter Gamechanger auf der Langstrecke. Die knapp 2.800 Kilometer, die ich mit Fahrten nach Hohenlohe zurückgelegt habe, hätte ich vor dem Deutschlandticket größtenteils mit dem Auto gemacht. Das Ticket erfüllt hier also voll seinen intendierten Zweck, ersetzt meine PKW-Fahrten und ich spare massiv an Kosten. Das muss bleiben und der Preis muss vor allem sozialer gestaltet werden!
Stromer FTW
Außerdem bin ich dieses Jahr zum ersten Mal eine längere Strecke in einem E-Auto mitgefahren und verstehe nicht, warum wir das nicht schon viel länger viel mehr fördern und vorantreiben. Das ist auf so vielen Ebenen dem Verbrenner überlegen.
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